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Ausführliche Informationen:

Weltwunder der Kinematographie 5/1999

Beiträge zu einer Kulturgeschichte der Filmtechnik. Die Agfacolor-Story

Rezensionen
Die Autoren über das Buch

Der Autor, Gert Koshofer, 28. September 1999
Das von Joachim Polzer erstmals als Buch herausgegebene Werk "Weltwunder der Kinematographie" enthält als Schwerpunktthema meine Arbeit "Die Agfacolor Story". Diese ist eine umfassende film- und zeitgeschichtliche Darstellung des deutschen Farbfilms, der mit dem 1939 eingeführten Agfacolor-Verfahren eine echte Pionierleistung war. Mit Agfacolor sind Filme wie MÜNCHHAUSEN, FRAU MEINER TRÄUME, SCHWARZWALDMÄDEL, DAS KALTE HERZ, ROSE BERND, SISSI und viele andere verbunden, die wiederholt im Fernsehen gezeigt werden. Ältere Kinobesucher verbinden damit Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit, als Unterhaltungs- und Heimatfilme von der Gegenwart ablenkten. Für jüngere Leser mögen die Hintergründe der Entwicklung von Agfacolor und der Entstehung der Filme interessant sein, die von mir als Autor aus den Akten der UFA und der ehemaligen Filmfabrik Agfa Wolfen recherchiert werden konnten. Die Agfacolor Story ist zugleich eine deutsche Geschichte, angefangen im Dritten Reich und fortgesetzt in den früheren beiden deutschen Staaten. Das Verfahren kam 1945 nicht nur der Siegermacht Sowjetunion zugute, sondern befruchtete technisch auch die Konkurrenz mit deutschem know how. Ich bin dem Herausgeber Joachim Polzer sehr dankbar, dass er mir soviel Platz eingeräumt hat, um die für echte Filmfreunde faszinierende Story detailliert und mit vielen bislang nicht oder kaum bekannten Fakten aufrollen zu können.

Der Autor, Dr. Martin Emele, 10. September 1999
In "Weltwunder der Kinematographie" befinden sich neben dem Schwerpunktartikel von Gert Koshofer, der filmwissenschaftlich ohne Zweifel grundlegenden Wert hat, eine ganze Reihe von Aufsätzen zu spezifischen Aspekten der aktuellen Entwicklung im Kinosektor. Der Herausgeber Joachim Polzer hat mir ermöglicht, einige Gedanken zum aktuell wieder sehr umstrittenen Feld "Realität, Wirklichkeit und Abbild" zu äußern. Die Diskussion um das "wahrhaftige Bild" hat angesichts der gewaltigen Möglichkeiten digitaler Manipulation neuen Schub erhalten. Mein Artikel "Hyperreale Töne, virtuelle Sonnenuntergänge und vermischte Schiffswracks" versucht auf einige Beziehungen hinzuweisen, die durch digitale Revolution neu entstanden sind und andere zu benennen, die im Prinzip seit Erfindung der Abbildungsmedien unverändert geblieben sind.

Autor, Joachim Polzer (Hrsg), 2. September 1999
Ich freue mich, der filminteressierten Leserschaft die nunmehr fünfte Ausgabe der "Weltwunder der Kinematographie" vorlegen zu können. Zum ersten Mal als Hardcover-Buch; und - ebenfalls als Premiere - zum ersten Mal regulär im Buchhandel erhältlich, selbstverständlich auch bei amazon.de mit der dort bekannten Kundenfreundlichkeit und dem ansprechenden und "Qualität, Zustand und Zukunft des Kinos", mit Beiträgen u.a. von Ute Frindik über "THX" und "Early Digital Cinema Sound" (in Englisch). Highlight dieser 208seitigen Ausgabe sind sicherlich die beiden Beiträge von Gert Koshofer und Thomas Meder zur "Agfacolor" Geschichte. Aber auch das kommende, digitale Kinozeitalter wird ausführlich befragt, wenn Thomas Hauerslev noch nach 70 mm fragt, oder etwa wenn Martin Emele sich über "Hypersound, virtuelle Sonnenuntergänge und vermischte Schiffswracks" ausläßt. Georg Reimer findet in seinem Beitrag "Quo vadis Kino?" den digitalen Schnickschnack im Kino ganz gräßlich und macht sich darüber lustig. Ich selbst, Joachim Polzer, behaupte "Film is over" und analysiere den Wintertrend der letzten Kinospielzeiten unter dem Motto "Winter des Kinos - Eiszeit der Menschen". Ein Bericht über eine "Lektion bei Straub/Huillet" rundet die Ausgabe pamphletisch genau so, wie der Beitrag von Norbert Pintsch, in dem er vom "sogenannten Fortschritt" sich keine Besserung erhofft, im Gegenteil. Poetisch schließt das Buch mit "Filmpoems" von Matthias M. Lentrodt ab.

Best.-Nr. 6024 - (32,24 EUR netto) 34,50 EUR brutto

 
 
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