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Bei V50D und F64T handelt es sich um umkonfektioniertes Diafilmmaterial.
Dieses Material weist nicht die gleichen mechanischen Eigenschaften auf wie "echtes" Filmmaterial (z.B. Ektachrome 100D), das für die Anwendung in Filmkameras und Projektoren entwickelt wurde. Die Filmsorten V50D und F64T zeigen daher in manchen Geräten abweichende Laufeigenschaften. Wir empfehlen daher, vor wichtigen Aufnahmen zuerst einen Film als Test zu belichten um Ihr Gerät zu überprüfen. Dadurch lernen Sie das Material und Ihre Kamera gut einzuschätzen und erhalten einen aussagekräftigen Eindruck von der Material/Kamera-Kombination.
Es gibt zahlreiche Anwender, die diese Materialien erfolgreich und begeistert in Kameras und Projektoren verschiedenster Hersteller einsetzen. Uns ist es ferner gelungen, die Laufeigenschaften des Diamaterials durch eine Gleitbeschichtung deutlich zu verbessern. Es erreicht aber dennoch nicht die gleichen Eigenschaften wie die von "echtem" Filmmaterial für die Laufbildanwendung. Es gibt eine gewisse Quote von Laufproblemen, die in manchen Geräten auftauchen können. Dies ist nur durch einen Test mit dem jeweiligen Gerät zu ermitteln. Wir empfehlen ferner, nur Kameras und Projektoren zu verwenden, deren Greifer nach Norm (DIN / SMPTE) arbeitet. Dies bedeutet, daß Kamera und Projektor den Greifer an der gleichen Stelle haben, die durch die Super 8 bzw. 16mm Norm vorgegeben wird. Bei normgerechten Geräten wird bei Aufnahme und Projektion für ein definiertes Filmbild das selbe Perforationsloch für den Weitertransport genutzt. Dadurch werden unvermeidliche Toleranzen der Perforation in der Projektion ausgeglichen, was in einem guten Bildstand resultiert.
All jenen Kunden, deren Geräte das Diafilmmaterial nicht korrekt verarbeiten können, empfehlen wir auf das für Laufbildanwendung optimierte Material Kodak Ektachrome 100D / Wittner Chrome 100D zurückzugreifen.
Die V50D Super 8 Kassetten sind für die automatische Filmempfindlichkeitserkennung der Super 8 Kameras derart gekerbt, daß die Erkennung bei allen Kameramodellen sehr zuverlässig in einen Bereich von 25-50 ASA fällt. Ideal für diese Emulsion, die tendenziell besser reichlicher als zu knapp belichtet werden sollte.
Technische Information Filmbespurung:
Die von uns für V50D und F64T verwendete Gleitschicht wird in der Filmentwicklung vollständig aufgelöst. Sie ist chemisch innert (reagiert mit nichts) und hat daher weder Einfluß auf die Lagerfähigkeit des unbelichteten Materials noch auf die Filmentwicklung. Die nur oberflächlich eingesetzten Nano-Substanzen stellen eine vollkommen andersartige Technologie dar als der von Kodak gewählte Weg des Trägeraufbaus bei Ektachrome 64T und 100D. Daher können wir für V50D und F64T eine unveränderte Bespurbarkeit erreichen. Nach der Entwicklung liegt -wie bisher beim Kodachrome 40- das blanke Acetat auf der Trägerseite vor.
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F64T sollte tendenziell knapper belichtet werden
Diese Emulsion zeigt in der 16mm Praxis eine höhere Empfindlichkeit als die angegebene. Versuche haben ergeben, daß man das Material sehr gut auf 100 oder gar 125 ASA belichten kann. Die lichttechnisch effizienteren 16mm Projektoren ergeben bei der etwas höheren Dichte hervorragende Resultate in der Projektion. Bei Super 8 gilt prinzipiell das gleiche, wenn auch hier die Projektionstechnik meistens nur geringere Lichtströme ermöglicht. Dennoch scheint uns auch hier der Hinweis angebracht: Belichten Sie das Material keinesfalls über -also nicht auf 40 ASA- sondern mindestens auf 64 ASA oder mehr. Eigene Versuche ergaben bei 80 ASA hervorragende Ergebnisse, wobei stets auch die Anwendung und der persönliche Geschmack eine Rolle spielen. Generell ist es aber ein sehr erfreulicher Fakt, daß dieses feinkörnige Kunstlichtmaterial in der Cinefilmanwendung tendenziell als "effektiv empfindlicher" einzustufen ist, als es der Hersteller angibt. Wer ganz sicher gehen möchte, führt mit einem Teil seiner ersten Kassette bzw. Rolle eine Belichtungsreihe durch und belichtet nachfolgende Filme dieser Emulsion entsprechend der gewonnenen Erkenntnisse.
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